
Auf dieser Seite
- Was macht eine gute Website aus?
- Scorecard: 10 Kriterien für eine gute Website mit Schwellenwerten
- Ist das Angebot nach fünf Sekunden klar?
- Wie beurteilen Sie UX und Navigation?
- Warum sollten Besucher der Website vertrauen?
- Was muss eine gute Website auf dem Smartphone leisten?
- Welche Core-Web-Vitals-Werte gelten als gut?
- Was verlangt WCAG 2.2 AA, und wer muss das BFSG einhalten?
- Welche SEO-Grundlagen sollte jede Seite erfüllen?
- Wie prüfen Sie Sicherheit und Datenschutz?
- Wie prüfen Sie den Weg bis zur Anfrage?
- Wem gehört die Website, und können Sie sie ohne Agentur ändern?
- So nutzen Sie die Kriterien für ein Briefing oder eine Bewertung
- Was hat sich seit 2024 tatsächlich geändert?
- Fazit: Qualität als Wert, den Sie regelmäßig neu messen
Was macht eine gute Website aus? Eine gute Website ist eine, die Erstbesucher in wenigen Sekunden verstehen, auf jedem Gerät ohne Hürden bedienen und der sie genug vertrauen, um Kontakt aufzunehmen. Gleichzeitig kann der Betreiber sie schnell, sicher und aktuell halten, ohne sie neu bauen zu müssen. Diese Checkliste übersetzt diesen Satz in zehn Kriterien, die Sie prüfen und bewerten können.
Sie ist für zwei Situationen gedacht: wenn Sie einer Agentur erklären, was "gut" im Vertrag konkret heißen soll, und wenn Sie eine bestehende Website bewerten. Eine Liste für den Go-live ist sie nicht. Für die Schritte rund um den Launch-Tag (Weiterleitungen, DNS, Tracking, die ersten 90 Tage) gibt es unsere Website-Checkliste zum Launch. Für eine technische Prüfung per Crawler nutzen Sie die Anleitung zum SEO-Audit.
Zu jedem Kriterium finden Sie eine Prüfmethode, einen Schwellenwert und ein Werkzeug. Wo es einen öffentlichen Standard gibt, etwa Core Web Vitals oder WCAG 2.2, ist der Schwellenwert dieser Standard. Wo keiner existiert, nennen wir die Arbeitsregel aus unseren Vezert-Projekten und sagen das auch dazu.
Website-Qualität in Zahlen
95,9% der eine Million meistbesuchten Startseiten hatten im Februar 2026 erkennbare WCAG-2-Fehler, im Schnitt 56,1 pro Seite (WebAIM Million 2026). Eine um 0,1 Sekunden schnellere mobile Website ging in der Deloitte-Studie von 2020 für Google mit 8,4% mehr Conversions im Einzelhandel einher (Milliseconds Make Millions).
Was macht eine gute Website aus?
Eine gute Website erledigt vier Aufgaben zuverlässig: Sie erklärt das Angebot, sie ist leicht zu bedienen, sie schafft Vertrauen, und sie funktioniert auch dann noch, wenn die Agentur sie übergeben hat. Das Design zählt, aber es gehört zu diesen vier Aufgaben dazu. Eine schöne Website, die auf dem Smartphone langsam lädt, das Preismodell versteckt und Sie aus Ihrem eigenen CMS aussperrt, fällt bei dieser Checkliste durch, egal wie gut die Screenshots aussehen.
Wir teilen diese vier Aufgaben in zehn Kriterien auf:
- Klarheit von Angebot und Botschaft
- UX und Navigation
- Inhalte und Vertrauenssignale
- Mobile Nutzung
- Performance, gemessen mit Core Web Vitals
- Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 AA
- SEO-Grundlagen
- Sicherheit und Datenschutz
- Wege zur Conversion
- Wartbarkeit und Eigentum
Die ersten fünf tauchen in fast jedem Artikel zur Frage auf, was eine gute Website ausmacht. An den letzten fünf scheitern Websites meist auf eine Weise, die der Betreiber nicht sieht. Barrierefreiheit ist in Deutschland seit Juni 2025 für viele Unternehmen mit Angeboten für Verbraucher gesetzliche Pflicht. Sicherheitslücken zeigen sich erst als gehacktes Kontaktformular oder gesperrte Domain. Und die Frage nach dem Eigentum stellt sich oft erst, wenn ein Kunde die Agentur wechseln will und feststellt, dass die Domain auf jemand anderen registriert ist.
Scorecard: 10 Kriterien für eine gute Website mit Schwellenwerten
Bewerten Sie jedes Kriterium mit 0 (nicht erfüllt), 1 (teilweise erfüllt) oder 2 (erfüllt). Eine Website mit 16 oder mehr von 20 Punkten und ohne Null bei Performance, Barrierefreiheit oder Sicherheit ist in gutem Zustand. Zwischen 10 und 15 Punkten haben Sie eine Liste mit Korrekturen. Unter 10 Punkten oder mit Nullen in mehreren technischen Zeilen sollten Sie die Kosten für Korrekturen mit denen eines Relaunchs vergleichen, bevor Sie Geld ausgeben. Diese Grenzwerte sind unsere Arbeitsregel, kein Branchenstandard.

Ist das Angebot nach fünf Sekunden klar?
Das erste Kriterium lässt sich am günstigsten testen, und viele Websites fallen trotzdem durch. Zeigen Sie Ihre Startseite oder wichtigste Landingpage fünf Sekunden lang fünf Personen, die nicht für Sie arbeiten. Dann blenden Sie die Seite aus und stellen drei Fragen: Was verkauft dieses Unternehmen, für wen ist das Angebot, und was würden Sie als Nächstes anklicken? Wenn vier von fünf alle drei Fragen richtig beantworten, ist die Zeile erfüllt.
Worauf Sie achten sollten
- Eine Überschrift, die Leistung und Kunden nennt. "Unternehmenswebsites für Ingenieurbüros" besteht den Test. "Wir gestalten digitale Zukunft" nicht.
- Eine Unterzeile, die sagt, was Sie unterscheidet: Tempo, Preismodell, Spezialisierung oder Standort.
- Ein primärer Call-to-Action im sichtbaren Bereich, formuliert als nächster Schritt, etwa "Angebot anfordern" oder "Termin buchen".
- Ein Preis oder ein Preismodell dort, wo Käufer eines erwarten. "Ab €1.500" beantwortet eine Frage, die "Preis auf Anfrage" offenlässt.
- Dieselben Begriffe auf jeder Seite. Wenn die Startseite von "Webportalen" spricht und die Leistungsseite von "Plattformen", fragen sich Besucher, ob das zwei verschiedene Dinge sind.
Wenn diese Zeile durchfällt, hilft ein neues Design allein selten. Meist fehlt eine Positionierung, die irgendwer schriftlich festgehalten hat. Schreiben Sie ein einseitiges Botschafts-Briefing (für wen, was Sie anbieten, warum Sie, Belege, nächster Schritt), bevor jemand ein Designtool öffnet, und geben Sie es an das Team, das Ihr UX/UI-Design verantwortet.
Warum sollten Besucher der Website vertrauen?
Besucher überfliegen Texte, statt sie zu lesen. Die Analyse des Leseverhaltens der Nielsen Norman Group kam zu dem Schluss, dass Menschen etwa 20% der Wörter einer durchschnittlichen Seite lesen. Vertrauen muss also aus Belegen entstehen, die man schnell erfasst: benannte Kunden, echte Menschen, konkrete Zahlen und ein klarer Weg zu einer Person.
Checkliste für Vertrauen
- Fallstudien nennen den Kunden (mit Erlaubnis) und beschreiben Problem, Arbeit und ein nachprüfbares Ergebnis.
- Eine Team- oder Gründerseite zeigt echte Namen und Fotos. Stockfotos mit Händeschütteln wirken gegen Sie.
- Die Website nennt eine Anschrift und Angaben zum Unternehmen. In Deutschland verlangt § 5 DDG seit dem 14. Mai 2024 ein Impressum (vorher § 5 TMG), und auch in Österreich gelten Informationspflichten. Ein vollständiges, mit einem Klick erreichbares Impressum ist für deutsche Besucher zugleich ein Vertrauenssignal.
- Preise, Zeitrahmen oder zumindest das Preismodell sind veröffentlicht. Wer sie versteckt, zwingt Käufer zum Anruf, bevor sie Sie auf die Shortlist setzen können.
- Artikel tragen ein Datum, und Kernseiten sind aktuell. Eine Veranstaltungsseite, die 2023 endet, sagt Besuchern, dass sich niemand um die Website kümmert.
- Bewertungen und Zertifikate verlinken auf ihre Quelle, etwa Google-Bewertungen, Clutch oder das Zertifikat selbst, statt nur als Text eingefügt zu sein.
Inhalte sind auch die Zeile, die Projekte am häufigsten verzögert, weil sich niemand für die Texte zuständig fühlt. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, lesen Sie, wer Website-Texte schreiben sollte und was das kostet.
Was muss eine gute Website auf dem Smartphone leisten?
Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite und nennt das Mobile-First-Indexierung. Behandeln Sie die mobile Nutzung deshalb als Hauptfall und testen Sie auf echter Hardware: mit einem Android-Smartphone der Mittelklasse und einem aktuellen iPhone, über ein normales 4G-Netz statt über das Büro-WLAN.
Kriterien für Mobilgeräte
- Inhalte brechen bei 320 CSS-Pixeln Breite ohne horizontales Scrollen um. Das ist WCAG-Erfolgskriterium 1.4.10 Reflow, Stufe AA.
- Klickflächen sind mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel groß oder so weit auseinander, dass sie sich nicht überschneiden (Kriterium 2.5.8, Stufe AA). Primäre Buttons sind meist größer, etwa 44 bis 48 Pixel, wie es die Richtlinien von Apple und Android empfehlen.
- Fließtext ist ohne Zoomen lesbar, und das Zoomen mit zwei Fingern ist nicht gesperrt.
- Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Anschriften sind antippbare Links.
- Formulare öffnen die passende Tastatur für E-Mail, Telefon und Zahlen, und das Autofill des Browsers funktioniert.
- Fixierte Header, Cookie-Banner und Chat-Widgets verdecken nie das Feld oder den Button, den der Nutzer erreichen will.
Welche Core-Web-Vitals-Werte gelten als gut?
Googles Core Web Vitals definieren gute Performance über drei Felddaten-Metriken, jeweils gemessen am 75. Perzentil echter Seitenaufrufe und getrennt nach Mobil und Desktop: Largest Contentful Paint (LCP) von höchstens 2,5 Sekunden, Interaction to Next Paint (INP) von höchstens 200 Millisekunden und Cumulative Layout Shift (CLS) von höchstens 0,1. Eine Seite besteht, wenn alle drei Werte gut sind.
INP hat am 12. März 2024 First Input Delay (FID) als Metrik für die Reaktionsfähigkeit abgelöst. Checklisten, die noch "FID unter 100 ms" nennen, sind also veraltet. INP ist schwerer zu bestehen, weil es jede Interaktion auf der Seite erfasst, nicht nur die erste. Die übliche Ursache für schlechte Werte ist schweres JavaScript aus Tag-Managern, Chat-Widgets und A/B-Testing-Tools.
Zwei Fehler sehen wir immer wieder. Der erste: Der Lighthouse-Score wird zum Ziel erklärt. Lighthouse ist ein Labortest auf einem simulierten Gerät und misst INP gar nicht; als Ersatz meldet es die Total Blocking Time. Für die Fehlersuche ist das nützlich, aber der Schwellenwert sind die Felddaten in PageSpeed Insights oder der Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console. Der zweite Fehler: Nur die Startseite wird getestet. Prüfen Sie die Templates, die Traffic und Anfragen bringen, also Leistungsseiten, Blogartikel und die Kontaktseite.
Tempo hat einen messbaren wirtschaftlichen Effekt. In der Deloitte-Studie ging eine um 0,1 Sekunden schnellere mobile Ladezeit mit 8,4% mehr Conversions im Einzelhandel einher. Die oft zitierte Google-Zahl, nach der 53% der mobilen Besucher eine Seite verlassen, die länger als drei Sekunden lädt, stammt aus einer Untersuchung von 2017. Lesen Sie sie als Richtung, nicht als aktuellen Benchmark.
Ein grüner Lighthouse-Score kann neben einem schlechten INP in den Felddaten stehen, weil Lighthouse INP nicht misst. Bestätigen Sie die Performance-Zeile im Core-Web-Vitals-Bericht der Search Console. Er gruppiert URLs nach Template und zeigt Ergebnisse echter Nutzer.

Was verlangt WCAG 2.2 AA, und wer muss das BFSG einhalten?
WCAG 2.2 Stufe AA ist der Barrierefreiheitsstandard, nach dem Sie gestalten und testen sollten. Das W3C hat ihn am 5. Oktober 2023 als Empfehlung veröffentlicht. Er übernimmt alle Kriterien aus WCAG 2.1 außer 4.1.1 Parsing, das als überholt gestrichen wurde, und ergänzt neun neue Erfolgskriterien: vier auf Stufe AA, zwei auf Stufe A und drei auf AAA.
Neue Kriterien, die Sie testen sollten
- 2.4.11 Focus Not Obscured (Minimum), AA: Ein fokussiertes Element wird nie vollständig von fixierten Headern, Bannern oder Chat-Widgets verdeckt.
- 2.5.7 Dragging Movements, AA: Alles, was per Ziehen funktioniert, etwa Slider oder sortierbare Listen, geht auch mit einem einzelnen Tippen oder Klick.
- 2.5.8 Target Size (Minimum), AA: Klickflächen sind mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel groß, mit Ausnahmen für ausreichenden Abstand und Links im Fließtext.
- 3.3.8 Accessible Authentication (Minimum), AA: Die Anmeldung hängt nicht von einem Gedächtnis- oder Abschreibtest ab, sofern es keine Alternative gibt, und Passwortmanager sowie Einfügen sind erlaubt.
- 3.2.6 Consistent Help und 3.3.7 Redundant Entry, beide Stufe A: Hilfe-Links stehen auf allen Seiten an derselben Stelle, und Formulare fragen im selben Ablauf nicht erneut nach Angaben, die der Nutzer schon gemacht hat.
European Accessibility Act und BFSG
Der European Accessibility Act (Richtlinie (EU) 2019/882) gilt seit dem 28. Juni 2025. In Deutschland setzt ihn das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) um, in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG). Erfasst sind Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher, darunter Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr (also Online-Shops und Websites, über die Verbraucher Verträge schließen), Bankdienstleistungen für Verbraucher, E-Books, Personenbeförderung und elektronische Kommunikation. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, also weniger als 10 Beschäftigte und höchstens €2 Millionen Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme haben, sind ausgenommen. Die harmonisierte Norm EN 301 549 v3.2.1 bildet die Web-Anforderungen auf WCAG 2.1 AA ab. Wer nach WCAG 2.2 AA baut, deckt sie also ab und erfüllt zusätzlich die neueren Kriterien. Ob Ihre Website darunter fällt, klären Sie im Zweifel mit einer Anwältin oder einem Anwalt; dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Schwellenwert
Null kritische Fehler im automatischen Scan mit axe DevTools oder WAVE, jede Aufgabe allein mit der Tastatur machbar, ein sichtbarer Fokusindikator und ein Screenreader-Test auf den Haupttemplates. Automatische Tools finden nur einen Teil der WCAG-Fehler, deshalb gehören die manuellen Tests zum Schwellenwert. Am häufigsten scheitern Websites an Grundlagen. Im WebAIM-Million-Bericht 2026 hatten 83,9% der Startseiten Text mit zu wenig Kontrast und 53,1% Bilder ohne Alternativtext. Der Kontrast muss für normalen Text 4,5:1 und für großen Text 3:1 erreichen. Weitere Muster finden Sie in unserem Leitfaden zur barrierefreien Website.
Lassen Sie Ihre Website nach dieser Checkliste bewerten
Wir bewerten Ihre Website nach allen zehn Kriterien, mit Core-Web-Vitals-Felddaten, einer Prüfung nach WCAG 2.2 AA und einem Blick auf die Eigentumsverhältnisse, und sagen Ihnen, welche Korrekturen sich zuerst lohnen.
Website-Bewertung anfragenWelche SEO-Grundlagen sollte jede Seite erfüllen?
Eine gute Website lässt sich von Suchmaschinen leicht crawlen, verstehen und indexieren. Dafür braucht es keine SEO-Kampagne, sondern technische Grundlagen, die der Build entweder richtig macht oder als Aufgabe für später hinterlässt. Prüfen Sie sie mit einem Crawler wie Screaming Frog und in der Google Search Console. Dort sehen Sie, was Google tatsächlich indexiert hat und warum der Rest fehlt.
- Kernseiten sind indexierbar: kein versehentliches noindex, keine Sperre in der robots.txt und ein Canonical-Tag, das auf die Seite selbst zeigt.
- Jede Seite hat einen eindeutigen Title-Tag mit höchstens etwa 60 Zeichen, damit Google ihn nicht abschneidet, und eine Meta-Description, die für Menschen geschrieben ist.
- Jede Seite hat genau eine H1 und darunter eine logische Struktur aus H2 und H3.
- URLs sind kurz und lesbar, und jede geänderte URL hat eine 301-Weiterleitung. Bei einem Relaunch geht an dieser Stelle Traffic verloren; mehr dazu in der SEO-Relaunch-Checkliste.
- Die XML-Sitemap ist eingereicht, und der Crawl findet weder defekte interne Links noch verwaiste Seiten.
- Strukturierte Daten (Organization, Article, FAQ oder Product, wo es passt) stimmen mit dem überein, was auf der Seite sichtbar ist.
- Bilder haben beschreibende Dateinamen und Alt-Texte und werden in modernen Formaten wie WebP oder AVIF ausgeliefert.
Was ist mit KI-Suche und llms.txt?
Googles Hinweise zu KI-Funktionen wie AI Overviews und AI Mode sagen, dass es keine zusätzlichen technischen Anforderungen gibt. Sie brauchen keine neuen maschinenlesbaren Dateien, keine KI-Textdateien und kein spezielles Schema, um dort zu erscheinen. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet angezeigt werden dürfen, und damit sind Sie wieder bei der Liste oben.
llms.txt, eine Markdown-Zusammenfassung für Sprachmodelle, die Jeremy Howard im September 2024 vorgeschlagen hat, ist eine aufkommende Konvention, kein Standard. Wir veröffentlichen eine solche Datei auf vezert.com, weil sie wenig Pflege kostet. Es gibt aber keinen öffentlichen Beleg, dass sie Rankings oder KI-Zitate verbessert, deshalb ist sie hier kein Prüfpunkt. Für eine vollständige Prüfung per Crawler folgen Sie der Anleitung zum SEO-Audit.
Wie prüfen Sie Sicherheit und Datenschutz?
Bei den meisten Unternehmenswebsites sind die realistischen Risiken ganz gewöhnlich: ein veraltetes Plugin, ein geteiltes Admin-Passwort, ein Backup, das nie jemand wiederhergestellt hat, ein Formular, das personenbezogene Daten im Klartext per E-Mail verschickt. Die Prüfungen unten dauern einen Nachmittag, und die meisten kann auch jemand ohne Entwicklerkenntnisse mit Browser und Admin-Bereichen durchführen.
Sicherheitsprüfungen
- Jede URL lädt über HTTPS, HTTP leitet auf HTTPS weiter, und der Server sendet einen HSTS-Header.
- Security-Header wie Content-Security-Policy, X-Content-Type-Options und Referrer-Policy sind gesetzt. Das MDN HTTP Observatory bewertet sie kostenlos.
- CMS-Kern, Plugins und Abhängigkeiten werden nach Plan aktualisiert, mit einem Protokoll der Änderungen. Die OWASP Top 10, inzwischen in der Ausgabe 2025, ist die Referenzliste der Risiken für Webanwendungen, gegen die Ihr Entwickler absichern sollte.
- Admin-Konten sind persönlich, mit Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt und werden gelöscht, wenn jemand das Unternehmen verlässt.
- Backups laufen automatisch, liegen getrennt vom Live-Server, und jemand hat in den letzten sechs Monaten eines wiederhergestellt.
- Formulare validieren Eingaben und nutzen einen Spamschutz, der echte Nutzer nicht aussperrt.
Datenschutzprüfungen
- Vor der Einwilligung werden keine Analyse- oder Marketing-Cookies gesetzt. Das verlangt § 25 TDDDG (bis Mai 2024 TTDSG) für alles, was nicht unbedingt erforderlich ist, und die DSGVO regelt die weitere Verarbeitung. Öffnen Sie die Website in einem privaten Fenster und prüfen Sie in den DevTools unter Application > Cookies, bevor Sie irgendetwas anklicken. Dort sollten nur unbedingt erforderliche Cookies stehen.
- Das Cookie-Banner macht das Ablehnen so einfach wie das Zustimmen, und zwar schon auf der ersten Ebene. Das erwarten die deutschen Datenschutzbehörden in der Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz (DSK).
- Die Datenschutzerklärung nennt die Tools, die die Website tatsächlich einsetzt.
Der Großteil dieser Liste ist laufende Arbeit und keine einmalige Einrichtung. Deshalb gehört sie in einen Plan für die Website-Wartung mit einer verantwortlichen Person.
Wie prüfen Sie den Weg bis zur Anfrage?
Ein Conversion-Pfad ist der Weg von der ersten Seite eines Besuchers bis zu der Handlung, die Sie sich wünschen: ein Formular, ein Anruf, eine Buchung oder ein Kauf. Prüfen heißt, jeden Weg selbst zu gehen und zu bestätigen, dass die Anfrage ankommt, gemessen wird und eine Antwort bekommt. Stille Fehler sind hier häufig. Ein Kontaktformular, das noch an das Postfach eines ehemaligen Mitarbeiters sendet, sieht von außen völlig normal aus.
- Jede Kernseite endet mit einem primären nächsten Schritt und höchstens einer zweiten Option.
- Formulare fragen nur ab, was Sie für eine Antwort brauchen. Jedes zusätzliche Feld ist ein weiterer Grund, abzubrechen.
- Nach dem Absenden sieht der Nutzer eine Bestätigungsseite und bekommt eine E-Mail, die sagt, was als Nächstes passiert und wann.
- Anfragen landen in einem betreuten Postfach oder CRM, und jemand hat das im letzten Monat getestet.
- Formularanfragen, Anrufe und Buchungen werden in der Analyse als Key Events erfasst, sodass Sie sehen, welche Seiten Anfragen bringen.
- Eine benannte Person antwortet innerhalb einer vereinbarten Zeit. Eine Antwort nach drei Tagen verschenkt die Arbeit, die die Website für diese Anfrage geleistet hat.
Was ein gutes Ergebnis ist, hängt von Branche und Traffic-Quelle ab. Lesen Sie, wie Sie die Conversion-Rate berechnen und einordnen, bevor Sie Ziele festlegen. Für Kampagnen mit nur einer Zielhandlung ist eine fokussierte Landingpage leichter zu messen und zu verbessern, als bezahlten Traffic auf die Startseite zu schicken.
Wem gehört die Website, und können Sie sie ohne Agentur ändern?
Nach der Wartbarkeit fragen Kunden zu Projektbeginn am seltensten, und zwei Jahre später ist sie ihnen am wichtigsten. Eine gute Website kann Ihr eigenes Team bearbeiten, jeder fähige Entwickler aktualisieren und ein anderer Anbieter ohne Neubau übernehmen. Prüfen Sie das vor der Unterschrift, denn Eigentum lässt sich im Vertrag leicht vereinbaren und danach nur schwer zurückholen.
Checkliste für Eigentum
- Die Domain ist auf Ihr Unternehmen registriert, in einem Registrar-Konto, das Sie kontrollieren.
- Ihr Unternehmen hat Admin-Zugang zu Hosting, CMS, Analytics, Search Console und Tag-Manager. Die Agentur wird als Nutzer hinzugefügt, nicht umgekehrt.
- Sie haben Zugang zum Quellcode-Repository, und der Vertrag regelt, wem Code und Designdateien gehören.
- Redakteure ändern Texte, Bilder und ganze Seiten ohne Entwickler, innerhalb eines Komponentensystems, das das Layout einheitlich hält.
- Eine Dokumentation beschreibt das Deployment, den Speicherort der Backups und die Drittdienste, von denen die Website abhängt.
- Updates haben eine verantwortliche Person und ein Budget. Unser Leitfaden zur Website-Wartung listet die üblichen Aufgaben und ihre Kosten.
Auch ein Designsystem mit wiederverwendbaren Komponenten gehört in diese Zeile. Es sorgt dafür, dass Seite 40 zu Seite 4 passt, wenn jemand sie in Eile anlegt.
So nutzen Sie die Kriterien für ein Briefing oder eine Bewertung
Wie Sie die Scorecard einsetzen, hängt davon ab, wo Sie stehen. Vor einem Projekt wird sie zu den Abnahmekriterien in Ihrem Briefing. Bei einer bestehenden Website wird sie zur bewerteten Ausgangslage, die zeigt, ob sich Korrekturen oder ein Neubau lohnen. In beiden Fällen sollten Sie die Schwellenwerte schriftlich festhalten, denn Ziele wie "schnell und modern" lassen sich bei der Abnahme nicht prüfen.
Briefing für eine Agentur
Übernehmen Sie die zehn Zeilen in Ihr Briefing oder Ihre Ausschreibung und fragen Sie jede Agentur, wie sie jeden Schwellenwert erreichen und nachweisen will. Brauchbare Antworten nennen Werkzeuge und Ergebnisse: Core-Web-Vitals-Felddaten bei der Übergabe, ein Testbericht zur Barrierefreiheit, eine Liste der Konten, die auf Ihr Unternehmen übertragen werden. Unsere Vorlage für eine Relaunch-Ausschreibung zeigt, wohin diese Anforderungen gehören. Für die Budgetplanung: Die Preise von Vezert beginnen bei €1.500 für eine Landingpage, €4.500 für eine Unternehmenswebsite und €9.000 für ein Webportal.
Bewertung einer bestehenden Website
Bewerten Sie die Website und sortieren Sie die Schwachstellen nach Aufwand. Korrekturen an Botschaft, CTAs und Formularen dauern meist nur Tage. Performance- und Barrierefreiheitskorrekturen hängen davon ab, wie die Website gebaut wurde. Wenn mehrere technische Zeilen null Punkte haben und sich das CMS nicht sicher aktualisieren lässt, kann ein Relaunch günstiger sein als Flickwerk. Bei der Planung hilft die Website-Relaunch-Checkliste. Wiederholen Sie die Bewertung alle sechs Monate und nach jeder größeren Änderung. Wenn eine neu gebaute Website live gehen soll, wechseln Sie zur Website-Checkliste zum Launch.
Was hat sich seit 2024 tatsächlich geändert?
Die meisten Qualitätskriterien sind stabil. Eine klare Botschaft, eine brauchbare Navigation und ehrliche Inhalte waren schon vor zehn Jahren wichtig und sind es noch heute. Einige Standards haben sich aber zuletzt geändert, und deshalb brauchen ältere Checklisten ein Update. Die Tabelle nennt diese Änderungen mit Datum und dem, was jede davon für die Scorecard oben bedeutet.
Sie brauchen eine Website, die alle zehn Zeilen erfüllt?
Vezert gestaltet und entwickelt Landingpages, Unternehmenswebsites und Webportale. Schicken Sie uns Ihr Briefing, und wir zeigen Ihnen, wie jeder Schwellenwert erreicht und bei der Übergabe nachgewiesen wird.
Mit unserem Team sprechenFazit: Qualität als Wert, den Sie regelmäßig neu messen
Was eine gute Website ausmacht, lässt sich auf eine Reihe von Prüfungen herunterbrechen, die sie besteht oder nicht besteht, und die meisten davon kann auch jemand ohne Designhintergrund messen. Beginnen Sie mit der Scorecard, beheben Sie zuerst die Nullen und schreiben Sie die Schwellenwerte in jedes Briefing, damit sich jeder daran messen lassen muss, der die Website baut oder betreut.
Wenn Sie eine zweite Meinung möchten, bewerten wir Ihre Website nach diesen zehn Kriterien und sagen Ihnen, welche Korrekturen sich zuerst lohnen. Nehmen Sie Kontakt auf oder sehen Sie sich an, wie wir an UX/UI-Design und Unternehmenswebsites herangehen.

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- Was macht eine gute Website aus?
- Scorecard: 10 Kriterien für eine gute Website mit Schwellenwerten
- Ist das Angebot nach fünf Sekunden klar?
- Wie beurteilen Sie UX und Navigation?
- Warum sollten Besucher der Website vertrauen?
- Was muss eine gute Website auf dem Smartphone leisten?
- Welche Core-Web-Vitals-Werte gelten als gut?
- Was verlangt WCAG 2.2 AA, und wer muss das BFSG einhalten?
- Welche SEO-Grundlagen sollte jede Seite erfüllen?
- Wie prüfen Sie Sicherheit und Datenschutz?
- Wie prüfen Sie den Weg bis zur Anfrage?
- Wem gehört die Website, und können Sie sie ohne Agentur ändern?
- So nutzen Sie die Kriterien für ein Briefing oder eine Bewertung
- Was hat sich seit 2024 tatsächlich geändert?
- Fazit: Qualität als Wert, den Sie regelmäßig neu messen



