
Auf dieser Seite
- Was Sie kaufen, wenn Sie eine Website erstellen lassen
- Vergleich der drei Wege, eine Website erstellen zu lassen
- Was in einem Angebot stehen muss, damit Sie es vergleichen können
- Wie das Projekt Woche für Woche läuft
- Was Sie selbst vorbereiten müssen
- Wie viel es kostet, eine Website erstellen zu lassen
- Wo Website-Projekte scheitern
- Sechs Fragen an den Anbieter vor der Unterschrift
- Was Sie vor der Schlussrechnung prüfen
- Checkliste: Website erstellen lassen
Eine Website erstellen zu lassen ist ein Einkauf, kein Technikprojekt. Sie kaufen vier trennbare Dinge: die Struktur, die Vorlagen, den Aufbau und die Inhalte. Wer sie nicht trennt, vergleicht Angebote, die drei unterschiedliche Leistungen zum gleichen Wort anbieten, und wundert sich am Ende über die Rechnung.
Dieser Leitfaden ist von der Käuferseite geschrieben. Er behandelt, wofür Sie tatsächlich zahlen, wie Sie drei völlig verschiedene Angebote vergleichbar machen, wie das Projekt Woche für Woche läuft, was Ihr eigenes Team liefern muss, was es kostet und was Sie vor der Schlussrechnung prüfen.
Technisches Wissen brauchen Sie dafür nicht. Die Entscheidungen, an denen ein Website-Projekt hängt, sind kaufmännische: welche Seiten es gibt, wer die Texte schreibt, wer freigibt und was als fertig gilt.
Was Sie kaufen, wenn Sie eine Website erstellen lassen
Ein Website-Angebot deckt vier verschiedene Dinge ab, und die meisten Streitfälle entstehen, weil der Käufer alle vier annimmt und der Anbieter zwei kalkuliert hat. Die Trennung macht aus einer vagen Zahl etwas Verhandelbares. Die vier sind Struktur, Design, Umsetzung und Inhalte, und nur die ersten drei stehen üblicherweise im Preis.
Struktur ist die Seitenliste und wie die Seiten zusammenhängen. Am billigsten zu ändern, am teuersten zu übergehen, deshalb gehört sie als benanntes Ergebnis ins Angebot.
Design sind die Vorlagen, nicht die Seiten. Eine Website mit 25 Seiten braucht meist sechs bis sieben Vorlagen, und das Angebot sollte die Zahl nennen.
Umsetzung heißt, aus Vorlagen eine funktionierende Website in einem Redaktionssystem zu machen, das Ihr Team wirklich bedienen kann.
Inhalte sind Texte und Bilder. Dieser Posten fehlt am häufigsten und verschiebt Starttermine am häufigsten, weil er Zuarbeit von Menschen braucht, die gerade verkaufen.
Was eine fertige Unternehmenswebsite enthalten muss, steht in unserem Leitfaden zur Firmenwebsite samt Pflichtseiten nach europäischem Recht.
Vergleich der drei Wege, eine Website erstellen zu lassen
Die Tabelle oben entscheidet das Budget, bevor überhaupt über Design gesprochen wird. Der falsche Weg ist der teuerste Fehler in dieser Phase, und er wird meistens aus einem vernünftig klingenden Grund gemacht: die günstigste Variante sah so aus, als decke sie alles ab.
Ein Baukasten-Abo reicht wirklich für eine Seite mit Formular, und ein Onepager deckt die meisten kleinen Betriebe ab. Es reicht nicht mehr, sobald eine zweite Sprache, eine CRM-Anbindung oder eine Struktur nötig wird, die jemand außer der Geschäftsführung pflegen kann. Ein Freelancer ist ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn das Briefing steht und Sie das Projekt selbst steuern; das Risiko heißt Bus-Faktor, denn Urlaub und Krankheit werden zu Ihren Verzögerungen.
Eine Agentur kostet mehr, weil Koordination im Preis steckt: jemand, dessen Aufgabe es ist, Design, Umsetzung und Texte gleichzeitig in Bewegung zu halten. Ab etwa zehn Seiten lohnt sich das, unter drei Seiten nicht. Wer noch auswählt, findet in unserem Leitfaden zur Agenturauswahl die eigentliche Auswahl.
Was in einem Angebot stehen muss, damit Sie es vergleichen können
Drei Angebote für dasselbe Projekt unterscheiden sich regelmäßig um den Faktor vier, und der Unterschied ist fast nie Qualität. Es ist Leistungsumfang, in unterschiedlicher Detailtiefe aufgeschrieben. Ein vergleichbares Angebot benennt dieselben acht Punkte, und wenn ein Anbieter sie auslässt, fragen Sie vor dem Preisvergleich nach, nicht danach.
Verlangen Sie von jedem Angebot: Zahl der Seiten und Zahl der Vorlagen; wer die Texte schreibt und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind; welche Anbindungen einzeln benannt im Umfang sind; ob das Redaktionssystem enthalten ist und wer Ihr Team schult; was mit den bestehenden URLs passiert; welche Ziele für Ladezeit und Barrierefreiheit zugesagt werden; den Starttermin und wovon er auf Ihrer Seite abhängt; und die Betreuung nach dem Launch mit Preis und Reaktionszeit.
Zwei dieser acht verursachen die meisten Überschreitungen. Korrekturschleifen, weil «bis Sie zufrieden sind» kein Umfang ist und jeder Anbieter es anders auslegt. Und Inhalte, weil ein Angebot, das dazu schweigt, eine Website mit Blindtext kalkuliert hat.
Tragen Sie die Antworten in eine Tabelle mit einer Spalte je Anbieter ein. Das günstigste Angebot ist meistens das mit den meisten leeren Zellen.
Die zwei Zeilen, an denen Budgets reißen
Korrekturschleifen und Inhalte sind die Stellen, an denen sich Angebote still unterscheiden. «Bis Sie zufrieden sind» ist kein Umfang, und jeder Anbieter liest das anders, also lassen Sie sich eine Zahl geben. Und ein Angebot, das zum Text schweigt, hat eine Website mit Blindtext kalkuliert: die Rechnung für die echten Texte kommt später oder der Start wartet auf Ihr Team.

Wie das Projekt Woche für Woche läuft
Eine Unternehmenswebsite mit zehn bis dreißig Seiten braucht ein bis drei Wochen Umsetzung, sobald die Entscheidungen stehen, und die Entscheidungen dauern länger als die Umsetzung. Der folgende Rhythmus beschreibt ein gut geführtes Projekt; die Schritte mit Ihrer Beteiligung sind markiert.
- Auftakt und Struktur. Die Seitenliste wird abgestimmt und freigegeben. Ihre Zuarbeit nötig.
- Contentplan. Jede Seite bekommt eine verantwortliche Person und ein Datum. Ihre Zuarbeit nötig.
- Design der Vorlagen. Sechs bis sieben Vorlagen statt 25 Einzelseiten.
- Umsetzung. Aus Vorlagen wird eine funktionierende Website, Inhalte wandern ein, sobald sie da sind.
- Anbindungen und Messung. Formulare, CRM, Statistik, Einwilligung.
- Abstimmungsrunde. Eine gebündelte Änderungsliste, nicht fünf Personen mit einzelnen Mails. Ihre Zuarbeit nötig.
- Prüfungen vor dem Start. Ladezeit, Barrierefreiheit, Formulare, Weiterleitungen.
- Start und Übergabe. Schulung, Dokumentation, Zugänge.
Der Schritt, der rutscht, ist fast immer der Contentplan. Kann Ihr Team keine Schreibtermine zusagen, kaufen Sie die Texte beim Anbieter mit. Drei Wochen Verzug kosten mehr als der Text gekostet hätte.
Was Sie selbst vorbereiten müssen
Anbieter fragen diese Dinge in Woche eins ab und bekommen sie in Woche fünf, und genau dort verschwindet der Kalender. Sie vorab bereitzulegen ist der billigste Weg, einen Starttermin nach vorn zu ziehen, und nichts davon erfordert technisches Wissen.
Zugänge. Login beim Domain-Registrar, aktuelles Hosting, DNS-Verwaltung sowie Administratorrechte für Statistik und alle Werkzeuge, die angebunden werden. Herauszufinden, wer die Domain hält, ist in manchen Unternehmen ein eigenes Projekt.
Entscheidungen. Wer gibt Design frei, wer Texte, und wer entscheidet bei Uneinigkeit. Je ein Name. Gremien sind der Grund, warum Projekte drei Monate dauern.
Rohmaterial. Vorhandene Referenzen, die Freigabe der Kunden zur Namensnennung, Teamfotos, Zertifikate, Rechtstexte.
Randbedingungen. Gestaltungsrichtlinien, falls vorhanden, verpflichtende Rechtsformulierungen, alles, was aus Compliance-Gründen nicht geändert werden darf.
Ersetzt das Projekt eine bestehende Website, kommt die URL-Inventur dazu. Unser Leitfaden zur Website-Migration erklärt, was mit dem Suchverkehr passiert, wenn sich Adressen ändern, und warum der Weiterleitungsplan in den Vertrag gehört.
Wie viel es kostet, eine Website erstellen zu lassen
Der Preis folgt der Seitenzahl, der Zahl der Vorlagen und den Anbindungen, in dieser Reihenfolge. Veröffentlichte Preise geben Ihnen einen Anker, an dem Sie Angebote messen; ein Anbieter, der eine Abweichung davon nicht erklären kann, ist eine zweite Nachfrage wert.
Unsere Preise beginnen bei €1.500 für eine Landingpage mit zwei bis drei Tagen Lieferzeit, €4.500 für eine Unternehmenswebsite mit 10 bis 30 Seiten in ein bis drei Wochen und €9.000 für ein Portal ab 50 Seiten in ein bis drei Monaten. Stand August 2026.
Drei Posten stehen in den wenigsten Angeboten und gehören von Anfang an ins Budget. Texterstellung, wenn Ihr Team sie nicht übernimmt. Fotografie, weil Stockbilder anonymer Menschen in Besprechungsräumen der billigste Weg sind, wie alle auszusehen. Und das erste Jahr Wartung mit Updates, kleinen Änderungen und Sicherheits-Patches.
Die vollständige Aufschlüsselung, woran der Preis wirklich hängt, steht in unserer Übersicht Website-Kosten.
Sie wollen ein Angebot, das sich wirklich vergleichen lässt?
Wir kalkulieren Unternehmenswebsites so, wie dieser Leitfaden es beschreibt: erst Seitenliste, Vorlagen gezählt, Inhalte und Anbindungen benannt, ein Preis ohne leere Zellen.
Preise ansehenWo Website-Projekte scheitern
Fünf Fehler erklären die meisten unglücklichen Projekte, und vier davon entstehen, bevor eine Zeile Code geschrieben ist. Jeder ist früh sichtbar, wenn man hinsieht, und jeder ist billiger zu verhindern als am Ende auszudiskutieren.
Umfang in Adjektiven. «Eine moderne, professionelle Website» ist kein Umfang. Seitenzahl, Vorlagenzahl und benannte Anbindungen sind einer.
Kein einzelner Freigeber. Jede weitere freigebende Person kostet eine Abstimmungsrunde, und in Abstimmungsrunden sterben Termine.
Inhalte vorausgesetzt. Die häufigste Einzelursache verspäteter Starts, und sie fällt immer in Woche vier auf.
Die alte Website vergessen. Ändern sich URLs und hat niemand einen Weiterleitungsplan gebaut, verschwindet zum Start der Suchverkehr, für den Sie bereits bezahlt haben. Laut Google Search Central sollen die Weiterleitungen bei einem Umzug mit URL-Änderungen mindestens ein Jahr bestehen bleiben.
Kein Plan für danach. Der Anbieter geht, niemand ist zuständig, und nach einem halben Jahr beschreibt die Website ein Unternehmen, das es so nicht mehr gibt. Ein Wartungsvertrag mit benannter Reaktionszeit löst das und gehört ins ursprüngliche Budget.
Sechs Fragen an den Anbieter vor der Unterschrift
Sechs Fragen, schriftlich an jeden Anbieter gestellt, machen aus einem Stapel Angebote einen Vergleich. Stellen Sie alle sechs auch dann, wenn Ihnen ein Anbieter bereits gefällt, denn die Antworten zeigen, wie er Projekte führt, nicht wie er sie verkauft.
- Wie viele Seiten und wie viele Vorlagen sind im Preis, und was kostet eine siebte Vorlage?
- Wer schreibt die Texte, und wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?
- Welche Anbindungen sind im Umfang, einzeln benannt?
- Welche Ziele sagen Sie für Ladezeit und Barrierefreiheit zu, gemessen an echten Geräten, und erfüllt die Website WCAG 2.1 Stufe AA?
- Was passiert mit unseren bestehenden URLs, und bekommen wir vor dem Start einen Weiterleitungsplan?
- Wer betreut die Website nach dem Start, zu welchem Preis, mit welcher Reaktionszeit?
Bei Frage drei ist die Antwort «das machen wir alles» diejenige, bei der Sie nachhaken. Benannte Anbindungen sind ein Umfang, ein Versprechen ist keiner. Das Dokument, das Angebote überhaupt erst vergleichbar macht, liefert unser Leitfaden zum Website-Briefing.

Was Sie vor der Schlussrechnung prüfen
Bei der Abnahme hat der Käufer den größten Hebel und nutzt ihn am wenigsten. Geprüft wird nicht, ob die Website den Entwürfen ähnelt, sondern ob das funktioniert, worauf Sie sich die nächsten drei Jahre verlassen. Machen Sie die folgenden Prüfungen selbst, auf der Produktion, bevor die Schlusszahlung rausgeht.
Senden Sie jedes Formular ab und prüfen Sie, dass es im Postfach und im CRM ankommt, samt Bestätigungsmail. Testen Sie das Einwilligungsbanner in drei Zuständen: annehmen, ablehnen, widerrufen. Prüfen Sie, dass die Statistik einen Besuch und ein Ziel aufzeichnet. Öffnen Sie Startseite und eine Leistungsseite auf einem Telefon im Mobilfunknetz, nicht im Büro-WLAN. Führen Sie eine öffentliche Ladezeitprüfung durch und vergleichen Sie mit den auf web.dev veröffentlichten Schwellen: 2,5 Sekunden für Largest Contentful Paint, 200 Millisekunden für Interaction to Next Paint und 0,1 für Cumulative Layout Shift, jeweils bei 75 % der echten Aufrufe.
Verlangen Sie danach die Dateien: Zugänge zum Redaktionssystem für zwei namentlich benannte Personen, den Weiterleitungsplan, die Textquellen und die Designdateien, für die Sie bezahlt haben. Das gehört Ihnen, und der Moment dafür ist vor der Schlussrechnung, nicht ein Jahr später beim Anbieterwechsel.
Barrierefreiheit gehört seit 2025 in die Abnahme
Seit dem 28. Juni 2025 gilt die Richtlinie (EU) 2019/882, in Deutschland umgesetzt als Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, für die erfassten Dienstleistungen. Eine danach gebaute Website zählt als neu, nicht als Bestand. Fällt Ihr Geschäft darunter, gehören WCAG 2.1 AA und die Erklärung zur Barrierefreiheit in die Abnahmekriterien.
Checkliste: Website erstellen lassen
Übernehmen Sie die Liste in Ihr Projektwerkzeug und geben Sie jeder Zeile eine verantwortliche Person. Das Ausfüllen dauert etwa eine Stunde und nimmt Anbietern das meiste Raten ab.
Bevor Sie Angebote einholen
- Seitenliste abgestimmt, mit grober Wortzahl je Seite.
- Je eine benannte Person für Designfreigabe und Textfreigabe.
- Zugänge zu Domain, Hosting und DNS gefunden.
- Anbindungen namentlich aufgelistet, nicht nach Kategorie.
- Bestehende URLs exportiert, falls schon eine Website existiert.
In jedem Angebot
- Zahl der Seiten und Zahl der Vorlagen.
- Verantwortung für Texte und Zahl der Korrekturschleifen.
- Benannte Anbindungen, Redaktionssystem und Schulung.
- Ziele für Ladezeit und Barrierefreiheit.
- Weiterleitungsplan, falls sich URLs ändern.
- Betreuung nach dem Start mit Preis und Reaktionszeit.
Vor der Schlussrechnung
- Jedes Formular bis Postfach und CRM getestet.
- Einwilligung in den Zuständen annehmen, ablehnen, widerrufen geprüft.
- Statistik zeichnet Besuche und Ziele in der Produktion auf.
- Ladezeit gegen die veröffentlichten Schwellen auf einem echten Gerät geprüft.
- Zugänge zum Redaktionssystem an zwei benannte Personen übergeben.
- Weiterleitungsplan, Texte und Designdateien geliefert.
Website-Projekt in diesem Quartal geplant?
Wir übernehmen es von Anfang bis Ende: Seitenliste, Vorlagen, Texte, Umsetzung, Anbindungen und einen begleiteten Start, danach optional die Wartung.
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- Vergleich der drei Wege, eine Website erstellen zu lassen
- Was in einem Angebot stehen muss, damit Sie es vergleichen können
- Wie das Projekt Woche für Woche läuft
- Was Sie selbst vorbereiten müssen
- Wie viel es kostet, eine Website erstellen zu lassen
- Wo Website-Projekte scheitern
- Sechs Fragen an den Anbieter vor der Unterschrift
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- Checkliste: Website erstellen lassen



