
Auf dieser Seite
- Was kostet eine Website 2026? Die kurze Antwort
- Website-Preise nach Projekttyp: Landingpage, Firmenwebsite, Shop, Portal
- Warum zwei Agenturen dieselbe Website um das Fünf- bis Zehnfache auseinander kalkulieren
- Position für Position: was in einem Website-Angebot wirklich steht
- Wie Sie Ihr Budget in fünf Minuten selbst rechnen
- Preise nach Unternehmensprofil: Freiberufler, KMU, mehrsprachiges B2B
- Vergleich über drei Jahre: Agentur, Freelancer, Baukasten, KI-Builder
- Was ein Billigangebot später kostet
- Wie Sie ein Angebot lesen und Zusatzkosten erkennen
- Netto, zzgl. 19% MwSt. und die Website als Betriebsausgabe
Der Preis einer Website ist die Summe aus elf einzelnen Positionen, nicht eine einzige Zahl. Eine Landingpage startet 2026 bei €1.500, eine Firmenwebsite mit 10 bis 20 Seiten liegt zwischen €6.500 und €20.000, ein Kundenportal beginnt bei €12.000. Alle Angaben netto, zzgl. 19% MwSt.
Wer eine Website erstellen lassen will, bekommt in der Regel genau eine Zahl auf ein Blatt Papier und keine Erklärung dazu. Da fangen die Probleme an. Zwei Angebote für dasselbe Projekt liegen regelmäßig um den Faktor fünf auseinander, und ohne die Positionen dahinter lässt sich schlicht nicht sagen, welches davon zu teuer ist und welches zu billig.
Dieser Leitfaden zerlegt den Preis in seine Bestandteile, nennt Marktspannen mit Quelle und Datum und gibt Ihnen einen Rechenweg, mit dem Sie Ihr Budget in fünf Minuten selbst schätzen. Unsere Preise für Webdesign stehen offen auf der Seite, damit Sie beim Vergleich einen festen Anker haben.
Drei Zahlen für das erste Gespräch mit einer Agentur
Bringen Sie drei Angaben mit: Ihren Budgetrahmen als Spanne, zum Beispiel €8.000 bis €12.000, Ihren Wunschtermin für den Launch und die Liste der Systeme, die zwingend angebunden werden müssen. Mit diesen drei Angaben bekommen Sie ein belastbares Angebot. Ohne sie bekommen Sie eine Preisliste, die alles offenlässt.
Was kostet eine Website 2026? Die kurze Antwort
Eine professionelle Website kostet 2026 in Deutschland zwischen €1.500 und €35.000 netto. Eine Landingpage liegt bei €1.500 bis €7.000, eine Firmenwebsite für den Mittelstand bei €5.000 bis €20.000, ein Kundenportal bei €12.000 bis €80.000. In welchem Bereich Sie landen, entscheiden vier Dinge: die Seitenzahl, die Zahl der Systeme, die angebunden werden, die Sprachversionen und wie viel Content Sie selbst liefern.
Diese Spannen sind keine Schätzung aus dem Bauch. Laut der Preistabelle von die-mainagentur mit Stand März 2026 beginnt eine Landingpage bei €1.500, eine Firmenwebsite mit 5 bis 8 Seiten bei €3.500, mit 10 bis 20 Seiten bei €6.500 und ab 20 Seiten bei €12.000. Ein WooCommerce-Shop startet dort bei €8.000, alles netto gerechnet.
graphek nennt für 2026 eine Unternehmenswebsite mit €5.000 bis €20.000 und rechnet zusätzlich €100 bis €500 pro Monat für den laufenden Betrieb.
Auffällig ist, wie eng die Quellen beieinanderliegen. Die Untergrenze bewegt sich bei allen zwischen €1.000 und €1.500, die Obergrenze für eine normale Firmenwebsite zwischen €12.000 und €20.000. Wer ein Angebot über €400 bekommt, kauft etwas anderes als eine Website. Wer eines über €60.000 bekommt, kauft mehr als eine Website.
Was in diesen Zahlen nicht steckt: die 19% Mehrwertsteuer, der laufende Betrieb und Ihre eigene Arbeitszeit für Texte, Bilder und Freigaben. Der letzte Punkt wird fast immer unterschätzt, und er ist der häufigste Grund, warum ein Projekt sechs statt vier Wochen dauert.
Website-Preise nach Projekttyp: Landingpage, Firmenwebsite, Shop, Portal
Der Projekttyp bestimmt den Preisrahmen, bevor über ein einziges Detail gesprochen wird. Eine Landingpage hat ein Ziel und eine Seite. Eine Firmenwebsite hat mehrere Templates, eine Navigation und ein CMS, das jemand ohne Entwickler bedienen können muss. Ein Portal hat Nutzerrollen, Login und Schnittstellen, und damit steigt der Aufwand nicht linear, sondern sprunghaft.
Die folgende Tabelle stellt drei Dinge nebeneinander: unseren Einstiegspreis, die Marktspanne aus den oben zitierten deutschen Preistabellen und die Dauer, die realistisch dazugehört.
Zwei Zeilen verdienen einen Kommentar.
Die Zeile Landingpage wird am häufigsten falsch gelesen. €1.500 kaufen eine Seite mit einem Ziel, sauberer Technik und einem Text, der sitzt. Sie kaufen keine Kampagne, kein Fotoshooting und keine A/B-Test-Infrastruktur. Wenn Sie mehrere Varianten für unterschiedliche Zielgruppen brauchen, rechnen Sie pro Variante. Was genau in unsere Landingpage-Leistung hineingehört, steht auf der Seite selbst.
Die Zeile Relaunch ist der stärkste Kostenhinweis in diesem ganzen Artikel. Die Spanne von €8.000 bis €60.000 stammt von cookie.design (2026) und sagt im Klartext: Eine Website neu zu bauen kostet in vielen Fällen mehr, als sie beim ersten Mal richtig zu bauen. Wer beim Start €4.000 spart und nach zwei Jahren neu anfängt, hat nichts gespart.
Für Portale gilt eine eigene Logik. Die Preisspanne von €12.000 bis €80.000 klingt willkürlich, ist aber die ehrliche Abbildung davon, dass ein Portal mit drei Rollen und zwei Schnittstellen ein anderes Produkt ist als eines mit zwölf Rollen und einer ERP-Anbindung. Wie sich Umfang, Kosten und Zeitplan bei Webportalen zueinander verhalten, haben wir in einem eigenen Kostenrahmen für Webportale aufgeschrieben.
Warum zwei Agenturen dieselbe Website um das Fünf- bis Zehnfache auseinander kalkulieren
Zwei Angebote für dasselbe Briefing, eines über €3.200, eines über €18.000. Beide Agenturen sind seriös. Der Unterschied steckt nicht im Stundensatz, sondern darin, welche Phasen überhaupt im Angebot stehen. Das günstige Angebot beginnt beim Design, das teure beginnt bei der Frage, wer auf der Seite eigentlich etwas kaufen soll und warum er das ausgerechnet bei Ihnen tun sollte.
Vier Dinge treiben den Unterschied.
Wie viel vor dem Design passiert. Discovery, Wettbewerbsanalyse, Gespräche mit Ihrem Vertrieb, eine Sitemap, die aus der Kaufreise Ihrer Kunden abgeleitet ist statt aus Ihrem Organigramm. Das kostet Zeit, bevor irgendetwas sichtbar wird, und genau deshalb fällt es als Erstes weg.
Ob es Vorlagen gibt oder nicht. Ein gekauftes Theme mit ausgetauschten Farben und Logos ist in drei Tagen fertig. Ein Designsystem mit eigenen Komponenten braucht Wochen, trägt dafür aber die nächsten Jahre, weil neue Seiten aus vorhandenen Bausteinen entstehen statt aus neuen Sonderlocken.
Wer die Texte schreibt. In günstigen Angeboten steht fast immer der Satz, dass Content vom Kunden geliefert wird. Das ist keine Unverschämtheit, sondern eine Kalkulationsentscheidung. Nur landet dann die aufwändigste Position des Projekts bei Ihnen, ohne dass sie im Preis auftaucht.
Was nach dem Launch passiert. Ein Angebot mit vier Wochen Gewährleistung und ein Angebot mit einem Wartungsvertrag über €150 pro Monat sind nicht vergleichbar, auch wenn die große Zahl oben ähnlich aussieht.
Und hier ist der unangenehme Teil: Man sieht einer fertigen Website in den ersten Wochen nicht an, welche dieser Phasen ausgelassen wurden. Sie sieht gut aus, sie lädt, sie ist online. Der Unterschied zeigt sich im Monat sechs, wenn die erste Kampagne darüber läuft und niemand anfragt.
Was ein Preis unter €1.000 tatsächlich bedeutet
Ein Angebot deutlich unter der Marktuntergrenze ist kein Schnäppchen, sondern eine Aussage über den Umfang. Bei €400 bis €900 bekommen Sie in der Regel eine gekaufte Vorlage, Platzhaltertexte und keine Discovery. Für eine Visitenkarte im Netz kann das völlig reichen. Für eine Seite, auf der Kampagnenbudget landet, reicht es nicht, und der Umbau kostet später mehr als die Differenz.
Position für Position: was in einem Website-Angebot wirklich steht
Ein belastbares Angebot besteht aus elf Positionen. Fehlt eine davon, ist die Arbeit nicht verschwunden, sondern nur unsichtbar geworden: Entweder zahlen Sie sie später nach, oder Sie erledigen sie selbst und bezahlen mit Ihrer Zeit. Die folgende Tabelle ist die Liste, gegen die Sie jedes Angebot halten können, unabhängig davon, von wem es kommt.
Zwei Positionen aus dieser Liste sind fast immer der Grund, warum ein Projekt aus dem Ruder läuft.
Content und Texte. Aus der Preistabelle von die-mainagentur lässt sich eine brauchbare Faustzahl ableiten: Zwischen einer Firmenwebsite mit 5 bis 8 Seiten ab €3.500 und einer mit 10 bis 20 Seiten ab €6.500 liegen rund €3.000. Dieser Sprung entsteht nicht durch mehr Design, sondern durch mehr Seiten mit echtem Inhalt.
Seiten sind billig, Inhalte sind teuer.
Zusätzliche Sprachversionen. Die zweite Sprache kostet weniger als die erste, aber deutlich mehr als nichts. Design und Technik sind bezahlt, doch Übersetzung, hreflang-Struktur, Pflege und QA fallen erneut an, und bei jedem späteren Update noch einmal. Wir betreiben unsere eigene Seite in fünf Sprachen und wissen deshalb ziemlich genau, wo dabei die Zeit hingeht: nicht in die Übersetzung, sondern in die Pflege danach.
Die Position Eilzuschlag steht in der Tabelle ganz unten, gehört aber nach oben ins Gespräch. Sie ist die einzige Position, die Sie selbst vollständig kontrollieren, und zwar in dem Moment, in dem Sie einen Wunschtermin nennen.

Wie Sie Ihr Budget in fünf Minuten selbst rechnen
Der Rechenweg besteht aus drei Schritten und braucht keinen Taschenrechner. Erstens: Wie viele Seiten mit eigenem Inhalt brauchen Sie wirklich? Zweitens: Wie viele fremde Systeme müssen angebunden werden? Drittens: Wie viele Sprachen? Aus diesen drei Angaben ergibt sich eine Spanne, die in den meisten Fällen nah genug an einem echten Angebot liegt, um damit zu planen.
Die Faustregel in einem Satz: Nehmen Sie die Zeile Ihrer Seitenzahl, gehen Sie pro zusätzlicher Sprachversion eine halbe Spalte nach rechts, und rechnen Sie 15% Reserve auf das Ergebnis.
Woher die Zellen kommen, sagen wir offen: Sie sind aus den weiter oben zitierten Preistabellen interpoliert, nicht aus einer eigenen Erhebung. Die Ecken der Matrix sind belegt, die Mitte ist gerechnet. Als Planungsgröße reicht das, ein Angebot ersetzt es nicht.
Die 15% Reserve sind übrigens kein Puffer für schlechte Planung. Es ist die Position, aus der Sie später die Änderung bezahlen, die Ihnen erst beim Sehen des Prototyps einfällt. Projekte ohne diese Reserve enden in zähen Gesprächen über Nachträge.
Mit dem folgenden Arbeitsblatt vergleichen Sie zwei Angebote Zeile für Zeile. Kopieren Sie es in eine Tabelle oder direkt in die E-Mail an die Agentur und lassen Sie die leeren Felder ausfüllen. Eine Agentur, die das nicht ausfüllen möchte, hat Ihnen gerade eine Antwort gegeben.
WEBSITE-BUDGET 2026 (alle Beträge netto, zzgl. 19% MwSt.)
Projekt: ____________________
Seiten: ______ (unter 10 / 10 bis 30 / über 30)
Sprachen: ______
Integrationen: ______
POSITION ANGEBOT A ANGEBOT B
1 Discovery und Anforderungen _________ _________
2 UX und Informationsarchitektur _________ _________
3 Visuelles Design _________ _________
4 Umsetzung und CMS _________ _________
5 Content und Texte _________ _________
6 Content-Migration _________ _________
7 Integrationen _________ _________
8 Zusätzliche Sprachversionen _________ _________
9 SEO-Setup und Analytics _________ _________
10 QA, Launch und Übergabe _________ _________
11 Eilzuschlag _________ _________
ZWISCHENSUMME _________ _________
+ 15% Reserve _________ _________
= GESAMT netto _________ _________
+ 19% MwSt. _________ _________
= GESAMT brutto _________ _________
LAUFEND PRO MONAT
Hosting _________ _________
Wartung und Updates _________ _________
Content-Pflege _________ _________
= SUMME PRO MONAT _________ _________
OFFENE FRAGEN
Korrekturschleifen inklusive: _________ _________
Alte URLs werden weitergeleitet: ja / nein ja / nein
Code und Zugänge gehören uns: ja / nein ja / neinAngebot mit ausgewiesenen Positionen anfordern
Unsere Preise stehen offen auf der Seite: Landingpage ab €1.500, Firmenwebsite ab €5.000, Webportal ab €9.000. Sagen Sie uns Seitenzahl, Sprachen und Integrationen, und Sie bekommen die elf Positionen ausgefüllt zurück.
Preise ansehenPreise nach Unternehmensprofil: Freiberufler, KMU, mehrsprachiges B2B
Die gleiche Seitenzahl kostet für einen Freiberufler und für ein mehrsprachig verkaufendes B2B-Unternehmen nicht dasselbe, weil der Anspruch an Nachweisbarkeit, Rechtstexte und Anbindungen ein anderer ist. Diese Tabelle sortiert deshalb nicht nach Branche, sondern nach dem, was das Unternehmen mit der Seite tatsächlich vorhat. Suchen Sie sich die Zeile, die Ihrer Situation am nächsten kommt.
Das Profil KMU ist mit Abstand das häufigste und zugleich das mit der größten Spanne. €5.000 und €20.000 unterscheiden sich nicht durch das Design, sondern durch die Frage, ob die Seite ein Schaufenster ist oder ein Vertriebswerkzeug mit CRM-Anbindung, Kampagnenseiten und einem Redaktionsteam, das sie ohne Entwickler bedient. graphek nennt für 2026 exakt denselben Korridor von €5.000 bis €20.000 für eine Unternehmenswebsite, und das deckt sich mit dem, was auf unserer Seite zu Unternehmenswebsites steht.
Beim mehrsprachigen B2B kippt die Rechnung an einer anderen Stelle. Der Aufbau ist planbar, die Pflege ist es nicht: Jede Änderung an einer Seite ist eine Änderung an fünf Seiten. Wer das nicht von Anfang an in der Informationsarchitektur berücksichtigt, zahlt es monatlich nach. Das ist einer der Gründe, warum UX und Informationsarchitektur bei mehrsprachigen Projekten vor dem Design kommen und nicht danach.
Freiberufler haben dagegen fast immer dasselbe Problem, und es hat nichts mit Geld zu tun: Das Budget reicht, die Texte kommen nicht. Wenn Sie in diese Kategorie fallen, planen Sie den Textteil zuerst und suchen Sie danach den Dienstleister. In dieser Reihenfolge kostet es weniger.
Vergleich über drei Jahre: Agentur, Freelancer, Baukasten, KI-Builder
Der Anschaffungspreis entscheidet selten. Was entscheidet, ist die Summe über drei Jahre, und dabei rücken die vier Wege überraschend nah zusammen. Ein KI-Builder für €30 im Monat kostet über drei Jahre gut €1.000. Eine Agenturwebsite für €8.000 mit €150 Wartung kostet im selben Zeitraum rund €13.400. Der Faktor liegt bei zwölf, nicht bei hundert.
Die Monatspreise der KI-Builder sind belegt: madra.io setzt für einen realistischen Geschäftstarif €15 bis €50 pro Monat an, Stand 2026. Die Zahlen für Agentur und Kleinstudio stammen aus den weiter oben zitierten deutschen Preistabellen. Für Stundensätze deutscher Freelancer haben wir keine belastbare Quelle aus 2026 gefunden, deshalb steht in der Tabelle eine Projektspanne und keine Stundenzahl.
Und jetzt der Teil, den Agenturen ungern aufschreiben: Es gibt Fälle, in denen ein KI-Builder oder ein Baukasten die richtige Wahl ist. Wenn Sie eine Idee validieren und in zwei Wochen wissen wollen, ob überhaupt jemand anfragt. Wenn die Seite eine digitale Visitenkarte ist und das auch bleiben soll. Wenn Ihr Budget unter €1.500 liegt, denn ein sauberer Baukasten ist besser als eine schlecht gebaute Website für €900. Und wenn Sie die Seite selbst pflegen wollen, ohne jedes Mal jemanden fragen zu müssen.
Der Wechsel lohnt sich in dem Moment, in dem Kampagnenbudget auf die Seite fließt, ein fremdes System angebunden werden muss oder mehr als eine Person Inhalte pflegt. Ab da kostet der Baukasten nicht mehr €30 im Monat, sondern €30 im Monat plus die Anfragen, die nicht ankommen. Den direkten Vergleich haben wir in KI-Website-Builder gegen Agentur ausführlicher aufgeschrieben.
Ein Punkt aus der Tabelle wird gern übersehen, ist aber teuer: Bei Baukasten und KI-Builder sind Struktur und Daten an den Anbieter gebunden. Ein Umzug bedeutet Neuaufbau. Das ist keine Kritik am Modell, sondern eine Kostenposition, die erst in Jahr drei sichtbar wird.
Was ein Billigangebot später kostet
Was am Anfang gespart wird, taucht zwischen Monat sechs und Monat vierundzwanzig wieder auf, meistens als Umbau statt als Reparatur. Der Grund ist strukturell: Bei einem sehr niedrigen Preis werden nicht einzelne Details weggelassen, sondern ganze Phasen. Discovery, UX-Planung, Performance-Tests und die Übergabe an ein Redaktionsteam sind die vier, die zuerst gestrichen werden.
Die Positionen, die später auf der Rechnung stehen, sind fast immer dieselben.
Texte und Bilder, weil die Klausel zur Content-Lieferung nach vier Wochen bedeutet, dass die Seite mit Platzhaltern online geht. Zusätzliche Integrationen, weil beim Verkaufsgespräch niemand nach dem CRM gefragt hat. Zusätzliche Korrekturschleifen, weil ohne Wireframes erst am fertigen Design auffällt, was fehlt. Ein CMS-Wechsel, weil das eingebaute Redaktionssystem für zwei Seiten gedacht war und nicht für zwanzig.
Der teuerste Posten steht auf keiner Rechnung. Solange die Seite nicht konvertiert, läuft Ihr Marketingbudget in eine Struktur, die den Besucher nicht zum nächsten Schritt führt. Diese Kosten tauchen nirgends als Zahl auf und sind trotzdem oft größer als der komplette Neubau.
Und der Neubau ist teuer. cookie.design beziffert einen Relaunch für 2026 mit €8.000 bis €60.000. Legen Sie das neben die €3.500, die eine solide Firmenwebsite mindestens kostet, und die Rechnung wird unangenehm eindeutig: Der Relaunch liegt in derselben Größenordnung wie der Erstaufbau oder darüber, weil Migration, Weiterleitungen und der Erhalt bestehender Rankings dazukommen.
Fairerweise: Nicht jede günstige Website scheitert. Eine Seite, die nur belegen soll, dass es die Firma gibt, kann für €900 völlig ausreichen und zehn Jahre laufen. Das Problem entsteht erst in dem Moment, in dem die Seite anfangen soll, Geld zu verdienen. Genau dann fällt auf, dass sie dafür nie gebaut wurde. Wer diesen Moment kommen sieht, plant den Betrieb gleich mit; wie das aussieht, steht in unserem Leitfaden zur Website-Wartung.
Die Relaunch-Falle in einer Zeile
Ein Relaunch kostet laut cookie.design 2026 zwischen €8.000 und €60.000, eine solide Firmenwebsite ab €3.500. Wer beim Erstaufbau €2.000 spart und nach zwei Jahren neu bauen muss, zahlt die Rechnung zweimal und verliert dazwischen die Sichtbarkeit, die die alte Seite aufgebaut hatte.

Wie Sie ein Angebot lesen und Zusatzkosten erkennen
Ein Angebot lesen heißt vor allem: nachsehen, was nicht drinsteht. Die Zahl unten rechts ist der uninteressanteste Teil des Dokuments. Interessant sind die Zeile mit dem Wörtchen ab, die Zahl der eingeschlossenen Korrekturschleifen, der Umgang mit Ihren alten URLs und die Frage, wem Code und Zugänge nach dem Launch gehören.
Sechs Fragen, die ein Angebot beantworten muss:
- Was genau ist mit "ab €4.500" gemeint, und welcher Umfang ergibt den nächsthöheren Preis?
- Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, und was kostet die siebte?
- Wer schreibt die Texte, und was passiert mit dem Zeitplan, wenn sie nicht rechtzeitig da sind?
- Werden alte URLs weitergeleitet? Ohne Weiterleitungen verlieren Sie beim Relaunch Sichtbarkeit, die Sie jahrelang aufgebaut haben.
- Gehören Code, Design-Dateien, Domain und Hosting-Zugänge nach dem Launch Ihnen?
- Was kostet der Betrieb ab Monat eins? Der Markt liegt laut graphek 2026 bei €100 bis €500 pro Monat.
Ein Satz steht in fast jedem Angebot und wird fast nie hinterfragt: Content wird vom Kunden bereitgestellt. Rechnen Sie an dieser Stelle ehrlich nach, wie viele Stunden Ihr Team dafür braucht. Bei zwanzig Seiten sind das selten unter drei Wochen, verteilt auf Menschen, die eigentlich etwas anderes tun.
Der zweite Klassiker ist der Eilzuschlag. Er ist legitim, weil Parallelisierung wirklich teurer ist. Er wird nur selten von allein genannt. Fragen Sie danach, bevor Sie ein Wunschdatum aussprechen. Wie sich Umfang und Zeitplan realistisch zueinander verhalten, steht in unserem Zeitplan für die Website-Entwicklung.
Eine letzte Empfehlung, die nichts kostet: Lassen Sie sich das Angebot in denselben elf Positionen geben, die weiter oben in der Tabelle stehen. Nicht als Schikane, sondern weil zwei Angebote in unterschiedlicher Gliederung schlicht nicht vergleichbar sind.
Der Satz, der ein Angebot am teuersten macht
Content wird vom Kunden bereitgestellt. Diese sechs Worte verschieben die aufwändigste Position des Projekts von der Agentur zu Ihnen, ohne dass sich der Preis ändert. Setzen Sie einen Termin für die Texte in den Projektplan, so wie für jede andere Lieferung auch, sonst verschiebt sich der Launch um Wochen.
Netto, zzgl. 19% MwSt. und die Website als Betriebsausgabe
Fast alle Agenturpreise in Deutschland werden netto genannt, also ohne die 19% Mehrwertsteuer. Aus €10.000 im Angebot werden €11.900 auf der Rechnung. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist das ein durchlaufender Posten, für Kleinunternehmer nach §19 UStG ist es echtes Geld. Das ist der häufigste Grund, warum ein Angebot am Ende teurer wirkt als besprochen.
Die Preistabelle von die-mainagentur weist das ausdrücklich aus, mit dem Zusatz Preise netto, zzgl. MwSt. Bei anderen Anbietern steht es im Kleingedruckten oder gar nicht. Fragen Sie im Zweifel nach, bevor Sie zwei Angebote nebeneinanderlegen, von denen eines brutto und eines netto gerechnet ist. Der Unterschied beträgt bei €15.000 immerhin €2.850.
Zur steuerlichen Behandlung: Aufwendungen für eine geschäftlich genutzte Website werden in der Regel als Betriebsausgabe berücksichtigt, wobei die Aufteilung zwischen sofortigem Abzug und Abschreibung vom Einzelfall abhängt. Das hier ist keine Steuerberatung, und wir sind keine Steuerberater. Klären Sie es mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie das Budget freigeben.
Zwei praktische Punkte zum Schluss. Ratenzahlung nach Projektphasen ist im deutschen Markt üblich, meist in drei Tranchen bei Start, Designfreigabe und Launch. Und Förderprogramme zur Digitalisierung gibt es auf Bundes- und Landesebene, aber sie ändern sich häufig. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrer Landesförderbank, statt sich auf eine Zahl aus einem Blogartikel zu verlassen. Auch auf diese hier nicht.
Wenn Sie den Rechenweg jetzt einmal an Ihrem eigenen Projekt durchspielen möchten: Unsere Preisübersicht nennt für jede Projektstufe den Einstiegspreis und das Lieferfenster. Legen Sie sie als vierte Spalte neben die drei Angebote, die auf Ihrem Tisch liegen, und Sie sehen in fünf Minuten, welches davon aus der Reihe fällt.
Website erstellen lassen: Kosten in einem Gespräch klären
Sie nennen Seitenzahl, Sprachen und Integrationen, wir nennen die Spanne und was sie enthält. Netto, zzgl. 19% MwSt., ohne Nachträge, die erst im Kleingedruckten auftauchen.
Zur Preisübersicht
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- Website-Preise nach Projekttyp: Landingpage, Firmenwebsite, Shop, Portal
- Warum zwei Agenturen dieselbe Website um das Fünf- bis Zehnfache auseinander kalkulieren
- Position für Position: was in einem Website-Angebot wirklich steht
- Wie Sie Ihr Budget in fünf Minuten selbst rechnen
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- Vergleich über drei Jahre: Agentur, Freelancer, Baukasten, KI-Builder
- Was ein Billigangebot später kostet
- Wie Sie ein Angebot lesen und Zusatzkosten erkennen
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