
Auf dieser Seite
- Was ein Onepager ist, und was er nicht ist
- Wann ein Onepager reicht, und wann nicht mehr
- Wie viele Abschnitte und was darauf gehört
- Was ein Onepager kostet und was den Preis bewegt
- Wie Sie zwischen einer Seite und mehreren entscheiden
- Was Sie vor dem Projektstart vorbereiten
- Wo Onepager am häufigsten brechen
- Wann ein Onepager nicht mehr genügt
- Checkliste vor dem Launch
Ein Onepager ist eine Website, die alle Inhalte auf einer einzigen Seite zeigt: was Sie anbieten, für wen, mit welchen Belegen und wie man Sie erreicht. Gemeint ist hier die Website, nicht das einseitige Pitch-Dokument für Investoren, das im Deutschen leider denselben Namen trägt.
Dieser Leitfaden richtet sich an die Person, die so eine Seite beauftragt. Er beantwortet die Fragen, die Google selbst unter dem Suchbegriff anzeigt: was das genau ist, wem es reicht, wie viel es kostet und wann eine einzige Seite zum Nachteil wird.
Die Preisfrage umgehen die Baukastenanbieter, weil sie ein Abo verkaufen und kein Projekt. Sie wird hier mit Spannen beantwortet und vor allem mit dem, was diese Spannen bewegt.
Was ein Onepager ist, und was er nicht ist
Ein Onepager zeigt Angebot, Referenzen und Kontakt in Abschnitten untereinander, verbunden durch ein Menü, das innerhalb der Seite springt statt neue Seiten zu öffnen. Er liest sich in zwei Minuten und wird ein paar Mal im Jahr gepflegt. Seine Aufgabe ist es, aus einer Suche oder einer Empfehlung einen Anruf oder eine Formularanfrage zu machen.
Was er nicht ist: kein Onlineshop, weil er nichts abrechnet; kein Portal, weil er keine Kundenkonten kennt; und keine Landingpage, weil er nicht auf eine einzige Kampagne zugeschnitten ist, sondern dauerhaft die ganze Tätigkeit zeigt.
Und noch einmal, weil es im Deutschen ständig durcheinandergeht: das One-Pager-Dokument ist eine einseitige Zusammenfassung für Investoren oder Vertrieb. Dieser Text handelt von der Website. Wer die Vorlage für das Dokument sucht, ist hier falsch.
Wann ein Onepager reicht, und wann nicht mehr
Die Regel passt in einen Satz: Ein Onepager reicht, solange Ihr Angebot sich ohne Varianten beschreiben lässt und der Abschluss außerhalb der Website stattfindet. Eine Physiotherapiepraxis, ein Fotograf, ein Steuerberater, ein Foodtruck, ein Verein: In all diesen Fällen existiert die Seite, um Vertrauen zu schaffen und die Nummer zu zeigen. Für Handwerksbetriebe im Besonderen enthält unser Leitfaden zur Handwerker Website Preisspannen und eine Checkliste fürs Gewerk.
Er reicht nicht mehr an drei sehr konkreten Zeichen. Erstens: Sie haben mehr als zwei wirklich verschiedene Leistungen mit verschiedenen Kunden, und sie drängen sich auf derselben Seite. Zweitens: Sie stellen ein und Bewerber finden nichts. Drittens: Sie veröffentlichen regelmäßig, und es gibt keinen Ort dafür.
Das vierte Zeichen ist unauffälliger und teurer: Der Vertrieb fängt an, PDFs an E-Mails zu hängen, weil es keine Seite gibt, auf die er verlinken könnte. Spätestens dann brauchen Sie eine mehrseitige Firmenwebsite.
Wie viele Abschnitte und was darauf gehört
Sechs Abschnitte decken die meisten Fälle ab, und jeder beantwortet eine Frage, die Besucher tatsächlich stellen. Mehr ist erlaubt, wenn jemand den Besucher benennen kann, der es braucht; sonst verwässert der Abschnitt den Rest der Seite und verlängert den Weg zur Rufnummer. Die Reihenfolge ist dabei fast so wichtig wie der Inhalt: Wer zuerst über sich selbst schreibt und erst am Ende sagt, was er anbietet, verliert die Hälfte der Leser vor der Antwort.
Kopfbereich. Was Sie tun, für wen, in welchem Gebiet, und die Kontaktmöglichkeit sichtbar ohne Scrollen.
Leistungen. Kurz beschrieben, mit den Wörtern, die Ihre Kunden benutzen, nicht mit denen Ihrer Branche.
Über mich oder über uns. Seit wann, mit welcher Qualifikation, mit welchem Team. Diese Passage wird häufiger gelesen, als Selbstständige vermuten.
Belege. Fotos echter Arbeiten, Bewertungen mit Namen, wo der Kunde zustimmt, Zertifikate, Mitgliedschaften.
Kontakt. Formular, auf dem Telefon anklickbare Rufnummer, Anschrift, Öffnungszeiten, Karte bei Publikumsverkehr.
Pflichtangaben. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung. Sie hängen nicht an der Seitenzahl: Die Impressumspflicht steht seit Mai 2024 im Digitale-Dienste-Gesetz, die Informationspflichten in der DSGVO.

Was ein Onepager kostet und was den Preis bewegt
Diese Frage steht wörtlich im Fragenblock der Google-Suche, und die Baukastenanbieter beantworten sie nicht, weil sie ein Abo verkaufen statt eines Projekts. Der Preis hängt an drei Dingen: wie viele gestalterische Vorlagen nötig sind, wer die Texte schreibt und ob brauchbare Fotos existieren.
Unsere veröffentlichten Preise beginnen bei €1.500 für eine Landingpage mit zwei bis drei Tagen Lieferzeit und €4.500 für eine Website mit 10 bis 30 Seiten in ein bis drei Wochen. Ein Onepager liegt zwischen diesen beiden Punkten, je nachdem wie viel gestaltet und geschrieben werden muss. Stand August 2026.
Drei Posten trennen zwei Angebote, die scheinbar dieselbe Seite betreffen. Die Texterstellung, die am häufigsten fehlt und dann bei Ihnen landet. Die Fotografie, denn auf einer Seite mit wenig Text fallen Stockbilder doppelt auf. Und Hosting samt Wartung, ein jährlicher Betrag und kein Projektpreis.
Was den Preis weniger bewegt als vermutet: die Länge der Seite. Ein zusätzlicher Abschnitt nutzt eine Gestaltung, die bereits bezahlt ist.
Zwei Fragen vor der Unterschrift
Wie viele Gestaltungsvorlagen sind vorgesehen, und wer schreibt die Texte mit wie vielen Korrekturschleifen? Diese beiden Zeilen erklären fast den gesamten Abstand zwischen zwei Angeboten für dieselbe Seite. Die weiteren sechs Punkte, die schriftlich festgehalten gehören, stehen in unserem Leitfaden Website erstellen lassen.
Wie Sie zwischen einer Seite und mehreren entscheiden
Der Onepager überzeugt, weil er günstiger ist und sich in einem Zug liest. Er funktioniert, solange es ein Angebot, ein Einzugsgebiet und nichts zu veröffentlichen gibt. Eine Heilpraktikerin, ein Hochzeitsfotograf, ein Foodtruck: Eine Seite erledigt die Arbeit vollständig.
Zum Nachteil wird er, sobald mehrere Leistungen dazukommen, denn Google bewertet Seiten und keine Absätze. Zwei Leistungen auf einer Seite konkurrieren um denselben Titel, und keine von beiden taucht auf. Das ist die häufigste Grenze und die, die am spätesten auffällt, meist bei der Frage, warum man zu nichts gefunden wird.
Die praktische Regel: eine Seite je eigener Suchabsicht. Wenn ein Kunde nach «Rohrreinigung» und ein anderer nach «Badsanierung» sucht, sind das zwei Seiten, auch wenn dahinter derselbe Betrieb steht.
Onepager kalkulieren lassen?
Wir bauen einseitige und kleine mehrseitige Websites: Struktur, Gestaltung, Texte auf Wunsch, Pflichtseiten und Launch inklusive.
Preise ansehenWas Sie vor dem Projektstart vorbereiten
Es fehlen immer dieselben Dinge, und genau sie verschieben den Launch um Wochen. Sie vorher zusammenzutragen kostet einen Abend und spart einen Monat, und nichts davon erfordert technisches Wissen. Wer diese fünf Punkte zum ersten Termin mitbringt, bekommt außerdem ein belastbareres Angebot, weil der Anbieter weniger raten muss und den Aufwand nicht mehr vorsichtshalber nach oben rundet.
Rohtexte. Ihre Leistungen mit Ihren Worten beschrieben, auch unfertig. Eine Texterin formuliert um, sie erfindet Ihr Handwerk nicht.
Belege. Fotos echter Arbeiten, Bewertungen samt Erlaubnis zur Namensnennung, Qualifikationen, Mitgliedschaften, Versicherungsnachweise.
Rechtliche Angaben. Firmierung, Anschrift, Registereintrag, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, zuständige Kammer, falls es eine gibt.
Zugänge. Domain, falls vorhanden, Hosting, Social-Media-Konten, Google-Unternehmensprofil.
Eine Entscheidung. Wer freigibt, als eine einzige Person. Bei einem Projekt dieser Größe verdoppeln zwei Freigebende die Laufzeit.
Wo Onepager am häufigsten brechen
Eine einzelne Seite ist einfach, weshalb ihre Fehler umso sichtbarer sind: Es gibt keine zweite Seite, hinter der sich etwas verstecken ließe. Vier Punkte tauchen in fast jeder Prüfung auf, keiner davon ist ein Gestaltungsproblem, und alle vier sind von außen in zwei Minuten überprüfbar, auch von einem Wettbewerber.
Die Rufnummer ist auf dem Telefon nicht anklickbar. Die meisten Besuche kommen mobil, und die erwartete Handlung ist ein Anruf. Eine Nummer im Bild ist eine verlorene Anfrage.
Keine Anschrift, keine Öffnungszeiten. Bei örtlicher Tätigkeit sind das die beiden meistgesuchten Angaben, und sie müssen auch im Google-Unternehmensprofil stehen.
Nie gepflegt. Eine eingefrorene Jahreszahl im Fußbereich, ein «Neu» seit vier Jahren, Aktuelles von vorgestern. Der Besucher schließt daraus auf den Betrieb.
Ladezeit auf dem Telefon. Die Core Web Vitals werden bei mindestens 75 % der echten Aufrufe gemessen, mit den auf web.dev veröffentlichten Schwellen: 2,5 Sekunden für Largest Contentful Paint, 200 Millisekunden für Interaction to Next Paint, 0,1 für Cumulative Layout Shift. Eine einzelne Seite hat keine Entschuldigung, sie zu reißen.
Barrierefreiheit gilt auch für kleine Seiten
Seit dem 28. Juni 2025 gilt die Richtlinie (EU) 2019/882, in Deutschland umgesetzt als Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, für die erfassten Dienstleistungen, und eine danach veröffentlichte Seite zählt als neu. Laut dem europäischen Text ist der technische Maßstab EN 301 549, gleichbedeutend mit Stufe AA des Regelwerks WCAG 2.1. Ein Onepager erreicht diese Stufe fast ohne Mehrkosten, wenn sie von Anfang an verlangt wird.

Wann ein Onepager nicht mehr genügt
Ein gut gemachter Onepager hält drei bis fünf Jahre, ohne neu gebaut zu werden. Was ihn aus seiner Rolle drängt, ist fast nie die Gestaltung, sondern das Wachstum der Tätigkeit, und das zeigt sich an konkreten Signalen statt an einem Gefühl.
Sie nehmen eine Leistung auf, die nirgends hineinpasst. Sie stellen ein, und es gibt keine Seite dafür. Sie öffnen eine zweite Sprache und merken, dass die URL-Struktur nicht dafür gedacht war, was unser Leitfaden zu mehrsprachigen Websites im Detail behandelt. Oder Sie wollen veröffentlichen, und es fehlt der Ort dafür.
Dann gibt es zwei Wege. Erweitern: Domain behalten, Seiten ergänzen, was eine von Anfang an durchdachte Website-Struktur voraussetzt. Oder neu bauen, wobei die alten Adressen einen Weiterleitungsplan brauchen; das behandelt unser Leitfaden zur Website-Migration.
Checkliste vor dem Launch
Gehen Sie die Liste vor dem Launch durch und danach einmal im Jahr. Jede Zeile ist ein Ja oder ein Nein, die Neins werden Ihre Aufgabenliste, und die ganze Prüfung dauert etwa eine halbe Stunde mit Telefon und Rechner. Der jährliche Durchgang lohnt sich besonders, weil kleine Websites nicht durch Fehler veralten, sondern durch Stillstand.
Inhalt
- Jede Leistung, die sich an andere Kunden richtet, hat einen eigenen Abschnitt oder eine eigene Seite.
- Echte Fotos Ihrer Arbeiten statt ausschließlich Stockbildern.
- Bewertungen oder Referenzen mit Erlaubnis zur Namensnennung.
- Einzugsgebiet sichtbar im Kopfbereich und beim Kontakt.
Kontakt
- Rufnummer auf dem Telefon anklickbar.
- Anschrift und Öffnungszeiten, deckungsgleich mit dem Google-Unternehmensprofil.
- Formular bis ins Postfach getestet, samt Bestätigungsmail.
Recht
- Impressum mit Firmierung, Anschrift und Registereintrag.
- Datenschutzerklärung nach DSGVO.
- Cookie-Banner, das nicht notwendige Cookies bis zur Einwilligung blockiert.
Technik
- Laden unter 2,5 Sekunden auf dem Telefon im Mobilfunknetz.
- HTTPS auf allen Adressen.
- Tastaturbedienbar und ausreichende Kontraste.
- Eine benannte Person für Pflege, und eine laufende Sicherung.
Eine Seite, die fünf Jahre trägt?
Wir liefern Onepager und kleine Websites zum Bleiben: klare Struktur, vollständige Pflichtseiten, schnelles Mobil und Wartung danach auf Wunsch.
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- Wann ein Onepager reicht, und wann nicht mehr
- Wie viele Abschnitte und was darauf gehört
- Was ein Onepager kostet und was den Preis bewegt
- Wie Sie zwischen einer Seite und mehreren entscheiden
- Was Sie vor dem Projektstart vorbereiten
- Wo Onepager am häufigsten brechen
- Wann ein Onepager nicht mehr genügt
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